Genuss & lohnende Schlechtwetter-Stopps
Entlang der Täler und auf den Höhen gibt es Alpgasthöfe und Jausenstationen mit regionaler Küche. Wichtig für Motorradfahrer: Wer weiterfährt, bleibt nüchtern. In Österreich gilt eine feste Promillegrenze, und die kurvenreiche Passstrecke verzeiht keine Fehleinschätzung. Alkohol gehört ans Ende der Etappe, nicht in die Mittagspause.
Bei schlechtem Wetter ist das Skimuseum in St. Anton am Arlberg ein trockener Anlaufpunkt. Es zeigt die Entwicklung des alpinen Skisports und die Ortsgeschichte und lässt sich in einer knappen Stunde durchgehen.
Im Sommer sind Teile der Bergbahnen in Betrieb und bringen Fahrgäste ohne eigene Anstrengung in die Höhenlagen. Ob und in welchem Zeitraum einzelne Bahnen laufen, wechselt je nach Saison; Betriebszeiten und Preise vor Anreise prüfen.
Wer einen ganzen Regentag überbrücken muss, kombiniert Museum, ein längeres Einkehren im Tal und eine überdachte Bergbahnfahrt. Das hält den Tag sinnvoll gefüllt, ohne bei Nässe die kalten, nebligen Passhöhen befahren zu müssen.
Beste Reisezeit, Wetter & Anreise an den Arlberg
Die zuverlässigste Zeit für eine Motorradreise an den Arlberg ist der Hochsommer von Juni bis September. Dann sind die Höhenpässe schneefrei, die Tage lang und die Nebenstrecken befahrbar. In den Randmonaten Mai und Oktober kann es in den Hochlagen bereits oder wieder winterlich werden; früh am Morgen ist mit Reif und kalten Belägen zu rechnen.
Zu beachten sind die Wintersperren mancher Zubringer. Der Arlbergpass selbst wird ganzjährig offengehalten, kann aber bei schweren Wetterlagen kurzfristig gesperrt werden. Höhere Verbindungen wie die Hochtannbergstraße sind saisonal geschlossen; die Silvretta-Hochalpenstraße im Nachbargebiet ist auf der Vorarlberger Seite nach Murenabgängen bis voraussichtlich 2030 gesperrt (Bielerhöhe nur von der Tiroler Seite erreichbar). Aktuelle Sperren und Öffnungszeiten vor der Fahrt prüfen.
Die klassische Anreise erfolgt von Westen über Bludenz, von wo das Klostertal zum Pass hinaufführt, oder von Osten über Landeck und das Stanzertal. Beide Zufahrten sind gut ausgebaut und ganzjährig nutzbar.
Als Alternative zur Passhöhe besteht der Arlbergtunnel, der die beiden Talseiten unter dem Berg verbindet. Er ist eine gebührenpflichtige Sondermautstrecke und für Motorräder wenig reizvoll, kann aber bei Sperre oder sehr schlechtem Wetter als Notweg dienen. Die genaue Maut vor Anreise prüfen.